Heiraten in der Schwangerschaft – Tipps zu Vorbereitungen und Hochzeitskleid

Vor einiger Zeit war es ein Tabuthema, als Schwangere zu heiraten. Heute ist das gang und gäbe, manche sehen es als Trend. Doch in diesem speziellen Lebensabschnitt zu heiraten, erfordert einige Vorbereitungen. Dies gilt für die Feier im Allgemeinen, jedoch auch für das Hochzeitskleid. Was ist dabei zu beachten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welcher Zeitraum ist geeignet?

Die Braut sollte am besten im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft heiraten, also im Zeitraum des vierten bis sechsten Monats. Das erste Drittel ist aufgrund der traditionellen Übelkeitsattacken nicht geeignet. Auch nicht optimal ist das letzte Drittel. Im siebten bis neunten Monat ist der Bauch der Braut stark angewachsen. Er behindert beim Laufen und beim Tanzen, unter Umständen können Rückenbeschwerden die Folge sein. Außerdem hat die Braut im letzten Drittel der Schwangerschaft mehr mit ihrem Körper zu tun als je zuvor, der Geburtstermin ist häufig bekannt und rückt immer näher.

Was sollte bei der Vorbereitung der Hochzeit bedacht werden?

Zahlreiche Ratgeber im Internet bieten dafür hilfreiche Tipps. Generell ist es beim Hochzeitskleid notwendig, auf Bequemlichkeit zu achten. Es sollte lieber etwas später anprobiert oder zumindest gekauft werden, dann sitzt es besser. Sie sollte sich eine gut durchdachte To-Do-Liste anfertigen. Aufgrund ihrer Situation haben viele Menschen, insbesondere weibliche Mitglieder im Freundes- und Verwandtenkreis, Verständnis für die Mühe, die die Vorbereitung der Gattin in spe macht. So kann sie Aufgaben auch delegieren und sich so viel Stress ersparen, der sich letztendlich auch auf das Baby auswirken könnte.

Beim Junggesellinnenabschied ist es tabu, sich zu betrinken. Insbesondere von hartem Alkohol (Schnaps, Rum, Wodka) sollten verantwortungsvolle Mütter die Finger lassen. Besser ist ein Wellnesstag mit den Freundinnen, bei dem sie sich richtig entspannen kann. Bei der Hochzeit selbst haben alle Gäste Verständnis, wenn sich die schwangere Braut ab und zu hinsetzt und nicht alle Tänze mitmacht. Neben den nun folgenden Tipps für das Hochzeitskleid sollte die baldige Mutter eines Kindes auch soweit möglich auf bequemes Schuhwerk achten. Dies bedeutet, dass sie nicht unbedingt hochhackige Schuhe tragen sollte, die das Laufen zusätzlich erschweren.

Bequemlichkeit und guter Sitz

Bevor sich die Braut nach einem Kleid umschaut, sollte sie sich über den Stil klarwerden: Soll er beispielsweise eher

- verspielt und märchenhaft,
- klassisch und elegant oder
- modern und nüchtern

sein? Das Kleid sollte in einer großen Bandbreite, beispielsweise von den Größen 34 bis 62 vorhanden sein.
Generell sollte sich die Schwangere in den meist aus Kunststoffen hergestellten Hochzeitskleidern wohlfühlen. Dafür sollte eine bequeme Unterwäsche (Umstandsshortys, größere BHs) gewählt werden, die Spezialisten für Umstandsmode online anbieten. Im Internet zu bestellen erspart der Schwangeren zudem den anstrengenden Gang in überfüllte Geschäfte.

Farben und Materialien

Bei der Hochzeit setzen die meisten Frauen auf Weißtöne. Hier gibt es viele geeignete Abstufungen. So liegen derzeit Creme und insbesondere Elfenbein im Trend, da dies edel schimmert. Auch Mischungen, beispielsweise mit Taupe, sind möglich. Häufig sind die Ärmel eines Kleides transparent, ansonsten ist der Großteil des Kleides zumeist aus Nylon, Viskose oder Polyester. Gerade bei engeren Kleidern sollte unbedingt ein Anteil von Elasthan (zum Beispiel 5 Prozent) enthalten sein, um die Dehnbarkeit des Gewebes zu garantieren. Die Materialien sind empfindlich, so dass ein Hochzeitskleid in der Regel in der Reinigung gewaschen wird.

Typen und Designs

Ein Kleid bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Grundsätzlich unterscheidet man auch hier knie-, knöchellange und Schleppenkleider. Die Ärmel können etwa Dreiviertel- oder Schmetterlingsärmel sein. Sie sollten mit dem Rundhalsausschnitt oder dem herzförmigen Bustier korrespondieren.
Am besten eignen sich Modelle der A-Linie oder im Empire-Stil. Diese beinhalten eine Schärpe oder ein Band (etwa aus Satin), das am besten seitlich gebunden werden kann und so einen Akzent setzt. Akzente setzen auch

- farblich passende Täschchen
- Blumenbroschen
- Brautschleier
- Blumensträuße

Die Accessoires des Bräutigams sowie das Design und die Farbe des Hochzeitsanzugs sollten mit dem der Braut abgestimmt sein. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, Hochzeitskleider mit schwingendem Rockteil und bequemem Unterteil zu erwerben.

Abschlussbemerkung

Wenn die schwangere Braut all dies beachtet, steht auch der Hochzeit nichts im Wege. Sicher unterstützt auch der Partner seine Gattin in spe dabei, so dass sie sich keinerlei Sorgen machen muss und den freudigen Tag entspannt genießen kann!