Eheversprechen

Das traditionelle Eheversprechen wird meist als Verlobung bezeichnet. Zu alten Zeiten wurde das Eheversprechen auch das Verlöbnis genannt. Der Begriff "Eheversprechen" gilt jedoch als zu altertümlich und wird heutzutage nicht mehr verwandt. Meist wird die Verlobung eingegangen nachdem der - traditionell - männliche Freier seiner Angebeteten einen Heiratsantrag gemacht hat. Diese Zeremonien sind uns allen aus Hollywoodfilmen und Romanen bekannt.

Der verliebte Mann arrangiert eine sehr romantische Situation, er entführt die Dame in ein besonders schönes Restaurant, er arrangiert selbst ein aufwendiges Dinner oder lädt sie zu einem besonders romantischen Spaziergang ein. Oft schenkt er seiner Angebeteten einen - vielleicht sogar sehr teuren - Ring. Zu einem passenden - weil besonders heimeligen und romantischen - Moment des Abends fällt er vor ihr auf die Knie, offenbart ihr seine Liebe und bittet sie, seine Frau zu werden.

Die verheißungsvolle und lang erhoffte Frage beim Eheversprechen: „Willst Du meine Frau werden?" wird - im Idealfall - mit einem tief ersehnten „Ja!" beantwortet. Das junge Paar fällt sich in entsprechend großer Verbundenheit und Liebe in die Arme.

Eheversprechen

Diesem großen Moment der Eheversprechung folgt traditionell eine Bekanntmachung der Verlobung des jungen Paares. Zu alten Zeiten, bis in das letzte Jahrhundert hinein, hatte diese Bekanntmachung des Eheversprechens, sogar eine erhebliche rechtliche Relevanz. Sie war verbindlich.

Das Gebot der Enthaltsamkeit bis zur Eheschließung musste befolgt werden und die Zuwiderhandlung wurde mit einem so genannten Kranzgeld, das der Bräutigam an die Braut zahlen musste, geahndet. Heutzutage sind diese Paragraphen lange aufgehoben. Gleichwohl verbindet das junge Liebespaar die tiefe emotionale Übereinkunft, die eine mindestens genauso große Relevanz hat. Das Eheversprechen wird bis heute von den Verlobten sehr ernst genommen und seine Bekanntmachung hat bis heute einen sehr verbindlichen Charakter.

Eheversprechen geben

Zur Bekanntmachung des Eheversprechen - der so genannten Verlobungsfeier - werden meist nur die engsten Freunde sowie nahe stehende Verwandte eingeladen. Die Verbindlichkeit des Eheversprechens wird dadurch, dass nun auch die dem Paar nahe stehenden Menschen in das Gelöbnis mit einbezogen werden, unterstrichen.

In einer geselligen Runde, wie zum Beispiel einem kleinen Abendessen in vertrautem Kreis, wird beim Apperativ die frohe Botschaft verkündet. Die Damen der Runde sind naturgemäß sehr interessiert an dem Ring, der der zukünftigen Braut zur Besiegelung des Eheversprechens überreicht wurde.

Es entstehen illustre Gesprächsrunden, in denen mit romantisch verklärtem Blick der große Moment des Heiratsantrags besprochen wird. In der männlichen Runde wird ebenfalls über die große, anstehende Hochzeit philosophiert. Das Eheversprechen wird damit bekannt und erhält seinen besonderen hohen Rang in den kommenden Monaten. Meist wird es etwa ein Jahr nach der Verlobung eingelöst und das Brautpaar tritt vor den Traualtar.

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